Die Betriebe sind Orte des Wirtschaftens, und in dem Gesellschaftssystem in dem wir leben, sind es eben Orte des kapitalistischen Wirtschaftens. Dieses System zeichnet sich durch die Freiheit aus, durch die Ausbeutung anderer und die Aneignung deren Arbeit Wohlstand anzuhäufen.
Diese Freiheit ist keine Freiheit, die den oder die Andere auf Augenhöhe akzeptiert. Sie instrumentalisiert und ökonomisiert jede Form des Seins, was nicht unwesentlich zur Klimakrise und zur Ressourcenknappheit beigetragen hat, genauso wie auch die Zunahme berufsbedingter psychischer Erkrankungen, was durchaus als Ausdruck dieser Durchökonomisierung von Körpern und Geist gelesen werden kann.

Im Frühjahr 2026 finden nun Betriebsratswahlen statt. Das ist, wie alle vier Jahre ein ganz besonderer Moment. Mitten in der Herzkammer des kapitalistischen Wirtschaftens können die Beschäftigten als handelnde Subjekte ihrer Interessen eine Vertretung wählen, die ihre Interessen im Sinne einer repräsentativen Demokratie wahrnimmt.
Betriebsratswahlen und Betriebsratsgremien sind seit vielen Jahrzehnten etabliert, aber sie stehen immer unter Druck. Denn sie stehen für die Beschäftigten als Menschen mit menschlichen Interessen ein und eben nicht für eine Optimierung der Verwertungsbedingungen und das passt natürlich den Verfechtern einer „freien“ Marktwirtschaft gar nicht.
In Zeiten wie diesen, wo diese freien Marktwirtschaftler mit Rechtspopulisten und Klimaleugnern, mit Rassisten und manchmal auch Faschisten gemeinsame Sache machen und gerade in vielen Ländern schon Regierungen stellen, sind deshalb die Betriebsratswahlen 2026 ein wichtiges Zeichen für eine demokratische Gesellschaft, die sich dem Diktat der Ökonomie nicht beugt, die für Freiheit, Gleichheit und Solidarität steht und die Zukunft enkelsicher gestalten will.
Geht deshalb wählen!
Wählt die Listen der DGB-Gewerkschaften!