{"id":836,"date":"2016-07-26T08:37:04","date_gmt":"2016-07-26T06:37:04","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=836"},"modified":"2017-06-22T15:45:06","modified_gmt":"2017-06-22T13:45:06","slug":"93-etappe-mansilla-de-las-mulas-leon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=836","title":{"rendered":"93. Etappe: Mansilla de las Mulas &#8211; Leon"},"content":{"rendered":"<p>Dann geht es heute mal ganz gem\u00fctlich nach Leon, einer rund 150.000 Leute Stadt, die zwar namensgebend f\u00fcr die Region Castilla y Leon ist, aber mit Altkastilien herzlich wenig zu tun hat, sondern eher einen Draht nach Asturien pflegt. Das merkt man seit Betreten der Provinz Leon etwas schon daran, da\u00df es wieder Sidra gibt und auch das Essen wird anders. Ich bin also auf die Hauptstadt der Provinz sehr gespannt. Aber zuvor geht es auf einen Campingplatz drei Kilometer vor Leon, um mal W\u00e4sche zu waschen und anst\u00e4ndig zu chillen.<\/p>\n<p>Die Landschaft wird wieder bunter und h\u00fcgeliger. In der Ferne sind die Berge des kantabrischen Gebirges zu sehen und die Sonne scheint. Prima. Und nach zwei Stunden werde ich wie von Geisterhand 80 Meter abseits des Weges gef\u00fchrt und zur Einkehr gezwungen. Und, was soll ich sagen? Ich denke, ich habe das beste Morcilla-Bocadillo meines Lebens gegessen. Anders als in Burgos wird in Leon kein Reis in die Wurst getan und auch keine Grieben. Es ist also mehr ein Black pudding, wie der Engl\u00e4nder sagt oder ein boudin noir, wie es der Franzose ruft. Der Herr Wirt hat die Wurst mit ein paar Zwiebeln kurz in der Pfanne geschwenkt und das Bocadillo handwarm serviert. Herrlich. Dazu geh\u00f6rt selbstredend ein Bier, unabh\u00e4ngig von der Tageszeit. Das El Torre in Arcahueja. Wer mal in der Gegend ist, sollte sich das g\u00f6nnen. Und wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, wei\u00df, da\u00df ich mit Namensnennungen vorsichtig bin. Aber der Wirtskoch liebt Lebensmittel und hat sich gefreut, da\u00df ich mich freue und mich seine frische K\u00e4sekroketten probieren lassen. Sowas ist so sch\u00f6n, und die Nachfrage einer englischen Wandererin, ob es hier Nutella-Bocadillos g\u00e4be. Unbezahlbar.<\/p>\n<p>Weiter gehts und ich sehe auf Leon, gehe aber direkten Weges zum Camping, weil ich mir die Stadt f\u00fcr morgen aufhebe. Das ich wieder au\u00dferhalb von Caballeros und rosa Twinsets unterwegs bin, merke ich daran, da\u00df drei Autos anhalten und mir sagen, da\u00df ich mich verlaufen habe. Mit einem freundlichen &#8222;yo a la camping&#8220;sind alle zufrieden, obwohl das Verb fehlt. Das find ich echt nett. Der Camping ist dann irgendwann auch erreicht und ist irgendwie anders als ich mir das erhofft hatte. Keine Waschmaschine, das mal zuerst. Die Campingbar, die auch Resto ist, macht auf Schnitzelk\u00fcche und zum guten Schlu\u00df fehlt auch der Blick auf die Stadt. Egal, ich will ja eh lesen. Aber erstmal mu\u00df die ungeliebte Handw\u00e4sche gemacht werden, was zunehmend bl\u00f6der wird, weil,ich beim Auswringen knirschende Ger\u00e4usche im Stoff h\u00f6re und eigentlich keinen Bock habe, da\u00df mir kurz vor Schlu\u00df noch was kaputt geht. Mit Waschmaschine und Trockner h\u00f6re ich das wenigstens nicht. Diesmal gehts noch gut. Aufgeh\u00e4ngt und nun extreme relaxing.<\/p>\n<p>Aber dazu komme ich nicht wirklich, weil ich es nicht sein lassen kann und mich mit M\u00fcnchen besch\u00e4ftige. Nach W\u00fcrzburg nun der zweite Amoklauf im Freistaat. Wie bekloppt ist diese Welt, da\u00df diese Gesellschaft, und um die geht es mir, einzelne ihrer Mitglieder so etwas ausbr\u00fcten l\u00e4sst. Ich dr\u00fccke das so vorsichtig aus und spreche auch deshalb vorbehaltlos von Amok, weil ich jede und jeden, die oder der das Wort Terror in den Mund nimmt, gerne auf die Schulbank zur\u00fcckschicken willen. Denn da taucht doch der Begriff des Terrors erstmals mit der Schreckensherrschaft Robbespierres auf. In den Jahrgangsstufen vorher war zwar auch von Tyrannen die Rede, aber niemand, also zumindest mein Geschichtslehrer, sprach von Terror. Deshalb ist Terror zun\u00e4chst eine Regierungsart, keine -form, die republikanische (!) Werte und Verfahren au\u00dfer Kraft setzt, insbesondere das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, und in der willk\u00fcrlich vor sich hin regiert wird. Dahinter steht immer der Moment, da\u00df die Doofen erst alle weg m\u00fcssen, bevor alles gut wird. Das gilt von Robbespierre bis Erdogan. Seit dem, neulich schonmal von mir ins Feld gef\u00fchrte, Lenin und seinen Bemerkungen zum Linksradikalismus als Kinderkrankheit des Kommunismus, gibt es eine zweite Kategorie des Terrors. Den Attentatismus. Da meinen irgendwelche Vollpfosten die Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndern zu k\u00f6nnen, wenn sie jemanden erschie\u00dfen. Das ist doof, verfolgt aber eine politische Absicht. Und im Laufe dieses, eigentlich als chillig geplanten, Nachmittags kommt mir ob der Kommentarspalten, aber eben auch ob der Artikel\/Kommentare (Es ist kaum auseinanderzuhalten) die Galle hoch. Wo ist sie hin? Die Bildung, das Wissen? Hockt an den Tastaturen schon diese Generation von Turbogymnasiumern und von Bologna-Bachelor-Master-Sch\u00fclerInnen? Diesen Zustand in dem diese bedauernswerten jungen Leute ihre besten Jahre mit der Jagd nach credit points und Anwesenheitspflichten vergeuden, als Studium zu bezeichnen, verbietet mir mein Respekt vor Hardenberg, Stein und Humboldt. Wieso sind diese Menschen nicht mehr in der Lage, ihr schlichtes Schulwissen einzusetzen, einen gewissen Respekt vor Sprache zu zeigen und bei keine Ahnung einfach auch mal die Schnauze zu halten? Diese Frage besch\u00e4ftigt mich bis zur Ermattung und es geht zur Siesta ins Zelt. Das der Pressesprecher der M\u00fcnchner Polizei ein Streifenbulle ist, der sich \u00fcber den zweiten Bildungsweg dahin entwickelt hat, ist der letzte Gedanke mit dem ich dann, positiv gestimmt, wegd\u00e4mmere.<\/p>\n<p>Als ich wach werde, liege ich in einer finnischen Sauna. Zumindest f\u00fchl ich mich so. Die Sonne bretzelt n\u00e4mlich direkt auf das Zelt und es ist br\u00fcllwarm. Raus hier. Die W\u00e4sche ist auch auf einem guten Weg. Also gehe ich mal in die Bar, g\u00f6nne mir den Nachmittagskaffee und lese meinen Krimi weiter. Nun spielt der dummerweise in M\u00fcnchen, aber ich schaffe es, nicht abzuschweifen, sondern in der Geschichte zu bleiben. Die nicht nur wegen des Spielorts, sondern auch wegen der T\u00e4tersuche Anla\u00df b\u00f6te. Einer meiner Leute, die mich ob meiner ausgeglichenen und so differenzierenden Art sch\u00e4tzen, hat mich nach einem meiner w\u00fctenden Ausbr\u00fcche mal mit dem Satz wiederaufgegleist, da\u00df jeder den ich Schei\u00dfe finde, jemanden hat der ihn liebt. Und darum geht es in diesem Krimi. Die einen suchen einen brutalen M\u00f6rder, die anderen eine verletzte Seele, was immer auch zu Konflikten im Team, letztendlich aber zum Ergebnis f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fall gel\u00f6st. Essen fassen. Hm, die Karte gibt wenig her, weshalb es bei Schnitzelchen, Pommes und Salat bleibt. Dazu gibt es aber, echte \u00dcberraschung, einen Verdejo aus Rueda. Das ist ungef\u00e4hr so, als wenn es zur Curywurst einen Moselriesling der besseren Bauart geben w\u00fcrde. Ich freue mich. Und morgen wird in Leon richtig geschlemmt. Jawoll.<\/p>\n<p>Ich baue mein Zelt ab und mache mich auf den rund einst\u00fcndigen Weg nach Leon, wo ich mir in die Altstadt ein preisg\u00fcnstiges Zimmer genommen habe. Das macht beim spanischen Tagesrhytmus einfach mehr Sinn, sich zur Siesta auch brav zur\u00fcckziehen zu k\u00f6nnen, als auf einer Parkbank rumzuh\u00e4ngen. Mein Zimmer ist noch nicht fertig, aber ich kann mein Zeug schonmal abstellen. Und dann gehts auf. Die Stadt und ihre Sehensw\u00fcrdigkeiten erkunden, was bis zum Mittag dauert. Altstadt und Kathedrale sind nicht ganz so \u00fcppig wie in Burgos, aber die Stadt hat eine tolle Atmosph\u00e4re und ich lasse mich vom mitt\u00e4glichen Corso treiben. \u00dcberall wird getrunken und gelacht und irgendwie wirkt es deutlich lockerer als in Kastillien. Ich selber kann mich nicht entscheiden, wo ich einkehren will. Dann sehe ich einen Blinden mit seinem Stock recht zielstrebig in eine Sackgasse einbiegen und frage mich, wo der wohl hin will. Ich also hinterher und kriege noch mit, wie der Typ links in einer unscheinbaren Kneipe verschwindet. Und ich hinterher. Klar. Wenn mich einer fragen w\u00fcrde, was das denn nun bitte sch\u00f6n war und warum es ausgerechnet dem Blinden hinterher ging, h\u00e4tte ich keine vern\u00fcnftige Antwort. Nennen wir es kulinarischen Instinkt und gut ist.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich hocke an der Theke vor einer ziemlich gro\u00dfen Weinkarte, auf eine Tafel geschrieben, die netterweise nach Anbaugebieten sortiert ist. Da kann ich schonmal punkten, indem ich dem Wirt (Eine Mischung aus Achim Rohde und nem anderen Schauspieler, dessen Name mir gerade nicht einf\u00e4llt. Der spielt immer so superspie\u00dfige Typen) klarmache, da\u00df ich mich seit April ausschlie\u00dflich an regionalen Weinen vergreife und deshalb nun mal einen Blanco der Tierra de Leon probieren m\u00f6chte. Der Kerl liebt Weine und wir kommen ins Gespr\u00e4ch. Er findet es cool, wo ich schon \u00fcberall hergekommen bin und mich durchprobieren konnte und ich finde gro\u00dfartig, was ich da im Glas finde. Es ist ein Albarin, also die Traube hei\u00dft so. Die kommt original aus der Gegend. Im Gegensatz dazu kommt ein Albari\u00f1o aus Galizien. Der spielt heute keine Rolle, da komme ich ja erst noch hin. Ich kriege einen zweiten Albarin hingestellt, bevor ich was bestellen kann. Dazu reicht der Herr Wirt ein Schinkentapa. Zum ersten Wein gab es einen Schlag Kartoffelsalat. Ich probiere, finde auch das gut. Die Rebsorte kommt neben dem Verdejo als zweites auf die Liste: Welche Weine bauen wir in Deutschland an, wenn es Riesling, Silvaner und Co zu warm wird? Nun, der Kollege hat andere Pl\u00e4ne und macht mit Roses weiter. Auch sch\u00f6n, begleitet von weiteren, immer \u00fcppiger werdenden Tapas. Die sind weniger Roses, sondern kommen mit ihrer beerigen Wucht eher nach fr\u00e4nkischen Rotlingen, ohne allerdings diesen penetranten Erdbeermarmelade-Geschmack zu verbreiten. Ich will zur\u00fcck zu den Wei\u00dfweinen, aber der Zeremonienmeister folgt seiner Logik unbeirrt und serviert einen jungen Roten. Nun bin ich kein Rotweintrinker, aber des St\u00f6ffche zaubert ein L\u00e4cheln auf meine Lippen. Das ist er, der Sommer. Lauer Abend, lang gearbeitet, Terasse, ein Glas von diesem Manna und alles wird gut. Ich versuche das zu erkl\u00e4ren und die ganz Kneipe lacht gutwillig. Denn das Sch\u00e4tzle hat der Wirt zum Schlu\u00df aufgehoben. Holt aus einer Ecke eine unetikettierte Flasche, dreiviertelsvoll, leicht angek\u00fchlt und erz\u00e4hlt, da\u00df das ein Crianza, ein im Barrique gereifter, alter Wein sei. Barrique, denke ich, soso, nicht meins, aber empfinde es als Ehre den Spezialtropfen kosten zu d\u00fcrfen. Was ich unter den Augen des f\u00fcnfk\u00f6pfigen Thekenkranz auch tue. Und heidenei, ist das gut. Zarter Schmelz, der deine Zunge umspielt. Holzige Noten die sich am Gaumen festkrallen und irgendwas nach Feige, Banane und Pflaume hinterlassen. Ich sage nix, sondern genie\u00dfe jeden Tropfen. Die Jury ist auf jeden Fall zufrieden mit mir und ich freue mich auch, aber nach einer Weinprobe mit sechs Positionen im 0,1er Spektrum (Also keine fr\u00e4nkische Weinprobe, wo ja immer gleich schoppenweise probiert wird.) wird es Zeit f\u00fcr die Siesta. Die Geschmacksknospen m\u00fcssen sich ja auch mal wieder beruhigen.<\/p>\n<p>Was bin ich \u00fcber mein Zimmerchen froh. Kurz abgeduscht und ab auf die Liege. Sch\u00f6n geduckelt und weiter im Krimi gelesen. Einfach mal abh\u00e4ngen. Mit zuhause telefonieren und die Tour de France auf Spanisch gucken. All sowas. Und dann ist es wieder soweit. Halb Acht. Corsotime. W\u00e4hrend ich vor zwei Wochen noch um sieben unterwegs war, hat sich das nun schon um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Ob ich das noch hinkriege bis acht die F\u00fc\u00dfe still zu halten? Ich f\u00fcrchte nicht. Ich lasse mich wieder treiben und erlebe mich selber erst wieder, als ich mit einem Rosado in der Hand am ge\u00f6ffneten Fenster einer Bar stehe und auf den Platz gucke, der mit Einheimischen, PilgerInnen und TouristInnen ein buntes Treiben bietet. Die Situation gef\u00e4llt mir, gef\u00e4llt mir sogar au\u00dferordentlich und das die nette Fachkraft im Schankgewerbe mit den Tapas reichlich freigebig ist, verst\u00e4rkt meine Zufriedenheit und bes\u00e4nftigt meinen Hunger. Aber ich wei\u00df, das ich mal was Gescheites essen mu\u00df. Also ziehe ich weiter. Komme aber nicht weit und lande in einer Michelin gepr\u00fcften Bar. Gute regionale Weinkarte und Tapas, die woanders unter Hauptgericht durchgehen w\u00fcrden. Danach bin ich satt und \u00fcber das Thema Rosados aus Leon und Bierzo wei\u00df ich jetzt genug. Schwierige Sache, weil es da eben auf den Winzer ankommt. Und daf\u00fcr reicht mein Spanisch nicht aus, um den ein oder anderen Stil, den mir die Schankkraft sicherlich erkl\u00e4ren will, zu verstehen. Trotzdem freuen die sich, wenn ich mit Mimik, H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen beschreibe, wie ich den Wein empfinde. Vielleicht liegt es auch daran, da\u00df ich sagen kann, da\u00df wir in Deutschland au\u00dfer Rioja, Rueda, Navarra eher wenig kennen und ich die Weine hier toll finde. Ich will aber zur\u00fcck zu den Wei\u00dfweinen der Region, brauche daf\u00fcr aber was zwischen die Z\u00e4hne, weil die ausdrucksstarken Rosados das sonst schwierig machen. Ich erinnere mich an eine Bar, die sich auf Bacalao spezialisiert hat und finde die sogar wieder. Leon? Meine Stadt. Und so bestelle ich ein Tapa mit Kabeljau und trinke dazu ein Wasser, bevor ich nach Albarin frage. Der Typ fragt welcher, zeigt mir drei Flaschen und ich sage Tasting, probare, zeige auf ihn und sage, er w\u00e4re der expert f\u00fcr die seria. (Das sind \u00fcbrigens diese Momente, wo ich meinem Lateinlehrer Herrn Granseier bis ans Lebensende dankbar bin. Und wer behauptet, da\u00df sei eine tote Sprache hat nichts, aber auch gar nichts von Europa begriffen.) Wir verstehen uns auf jeden Fall und zun\u00e4chst gibts einen trinky Alltagswein. Der zweite zeigt h\u00f6here Komplexit\u00e4t und macht beim Nachschmecken mehr Spa\u00df und der Dritte, \u00dcberraschung, ist dann echt cool. Grasige Noten und ein wenig Birne. Echt sch\u00f6n. Das hei\u00dft aber die Traube bleibt auf der Klimawandel-Liste. Gegessen habe ich in der Zeit ein Schnitzelbr\u00f6tchen, ein St\u00fcck pfannenwarme Tortilla und in Apfelwein gekochte Chorizo. Immer noch satt. Das ist der Hammer. Ich gehe weiter und stehe vor einer Brauerei, die bewirtschaftet wird. Hinein. Regionale Zutaten und ein paar junge Leute, die Craft Beer brauen. Seitdem ich in Franken lebe, l\u00e4sst mich das m\u00fcde l\u00e4cheln, habe aber viel Respekt vor den Leuten, die das in Angriff nehmen. Und ein Bierchen k\u00fchlt die Geschmacksknospen ja auch. Das Zeug schmeckt auch, aber ich merke, da\u00df es Zeit f\u00fcr die Koje wird und mache mich auf den Heimweg. Wie der &nbsp;Teufel es will, dr\u00f6hnen aus einer Bar die Toy Dolls und da kann ich doch nicht vorbeigehen. Hinein. Ein DJ, der mich m\u00e4chtig an J\u00f6rg-Henning erinnert, den Siegener Musikpapst mit einer legend\u00e4ren Radioshow im damals noch neuen Lokalradio, spielt sich gerade warm und freut sich, da\u00df ich drauf anspringe. Er bringt dann noch n paar Klassiker und die Bar f\u00fcllt sich. Das Publikum ist schwer einzusch\u00e4tzen, weil ich ja nicht wei\u00df wie spanische Altpunks heute rumlaufen. Als Paul Young Love is in the air die Tanzfl\u00e4che f\u00fcllt, wei\u00df ich das der DJ einen Job hat und ich im falschen Film bin. Und dann gehts wirklich ins Hotel und ich beschlie\u00dfe den Tag mit dem Gedanken, da\u00df Leon ein ganz tolle Stadt, mit sehr netten und aufgeschlossen Menschen ist und das die ab jetzt auf der Stadt Lieblingsst\u00e4dte ganz oben mitspielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dann geht es heute mal ganz gem\u00fctlich nach Leon, einer rund 150.000 Leute Stadt, die zwar namensgebend f\u00fcr die Region Castilla y Leon ist, aber mit Altkastilien herzlich wenig zu tun hat, sondern eher einen Draht nach Asturien pflegt. 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