{"id":761,"date":"2016-07-01T10:14:41","date_gmt":"2016-07-01T08:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=761"},"modified":"2016-07-01T10:14:41","modified_gmt":"2016-07-01T08:14:41","slug":"73-etappe-arthez-le-bearn-navarrenx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=761","title":{"rendered":"73. Etappe: Arthez-le-Bearn &#8211; Navarrenx"},"content":{"rendered":"<p>Ich liebe das Internet. So etwas fantastisches. Unglaublich. Aber von Anfang an. Das mir meine Schuhe, die ich ja seit sechs Wochen trage, sohlentechnisch nun auch den Dienst versagen, ist ja bekannt. Das Problem hat sich auf den knapp 60km der letzten Tage soweit zugespitzt, da\u00df ich h\u00e4ufiger Pause machen mu\u00df, weil jeder Tritt unged\u00e4mpft an meine Haxen weitergegeben wird. Also mu\u00df Abhilfe her. So habe ich dann im Netz einen Outdoorladen in Saint Jean aufgetrieben und nach demselben Modell in meiner Gr\u00f6\u00dfe gefragt, da\u00df ich derzeit an den F\u00fc\u00dfen habe. Die Antwort kam relativ prompt per Mail. Alles klar. Ab Montag gibts frisches Schuhwerk. Bis dahin mu\u00df es halt irgendwie gehen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nHeute ist die letzte der langen Etappen auf franz\u00f6sischer Seite, nochmal fast drei\u00dfig Kilometer. Danach wirds k\u00fcrzer, bevor die Pyren\u00e4en \u00fcberquert werden. Weils heute wieder lang wird und ich l\u00e4nger brauchen werde, packe ich das Zelt noch ein wenig taunasser ein als sonst und mache mich auf den Weg. Halt, vorher fr\u00fchst\u00fccke ich und zwar deutsch. Aus einer Boucherie-Charcutterie kommt ein verf\u00fchrerischer Duft nach frisch gebr\u00fchter Wurst und ich kann nicht anders als hineinzugehen und nachzufragen. Es gibt frische Pate, die m\u00e4chtig nach Leberwurst aussieht, wovon ich eine Scheibe erwerbe. Noch ein Baguette und Tomaten gekauft und fertig ist die Laube. In die Parkanlage vor der Kirche und in Ruhe und mit Genu\u00df Leberwurstbrote in Frankreich genie\u00dfen. Es fehlt zwar der Kaffee, der durch Cola ersetzt werden mu\u00df, aber die Welt ist trotzdem in Ordnung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDann gehts los und es herrscht Sonnenschein mit Sch\u00e4fchenwolken. Heute geht es aus dem Bearn Richtung Pays Basque, dem Baskenland und die Landschaft wird noch ein St\u00fcck bergiger. Und auf dem ersten H\u00fcgel, den ich erklimme, sehe ich den blauen Schatten der Berge. Die Pyren\u00e4en in Sichtweite. Ein unbeschreibliches Gef\u00fchl, zu Fu\u00df bis hierhin gekommen zu sein. Und da melden sie sich auch schon und es wird Zeit f\u00fcr den ersten Stopp.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas zieht sich bis abends hin und ich komme erst gegen f\u00fcnf im Etappenziel an, kreuzfertig und todm\u00fcde. Als ich an der ersten Bar vorbeilaufe sitzt da der schweizer Maronidealer und bestellt schonmal zwei Bier. Wir quatschen ein wenig, wie es wem wo ergangen ist, aber ich mu\u00df weiter in die Horizontale. Und komme in die avisierte Unterkunft und finde alle T\u00fcren auf, aber niemand da. Also telefonieren. Jaaa, er k\u00e4me sofort. Wann ich denn reserviert h\u00e4tte? Ach heute morgen. Er h\u00e4tte seit gestern morgen nicht mehr in sein Postfach geguckt, w\u00e4re aber in f\u00fcnf Minuten da. Alles kein Problem. Ich setz mich erstmal hin und bleibe ein wenig angespannt. Er kommt dann, ist sehr nett und ich kriege erstmal ne Wagenladung von Wasser mit Minzsirup hingestellt, was wirklich erfrischend, wen auch gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist. Er zeigt mir endlich das Zimmer und ich bin hochzufrieden. Richtig gro\u00df und mit einem Fu\u00dfboden (200 Jahre altes Haus!), der echt zum Niederknien ist. Dann bin ich endlich alleine und die Routine geht los. Rucksack auspacken und&#8230; und garnichts. Die Taufeuchte aus dem Zelt hat sich anders als sonst, mal ganz fluffig auf den ganzen Rucksackinhalt verteilt. Alles ist klamm. Also W\u00e4scheleine quer durchs Zimmer, alle St\u00fchle und Kleiderhaken im Einsatz, um die Klamotten \u00fcber Nacht zu trocknen. Das Zelt trocknet \u00fcber den Kleiderschrankt\u00fcren. Hoffentlich geht das gut und ich kriege morgen fr\u00fch den Kleiderschrank wieder zu.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDann liege ich frischgeduscht erstmal einfach rum. Es wird viertel nach acht bevor ich mich aufraffen kann, essen zu gehen. Und merke erst beim Essen, da\u00df ich Hunger habe. Es gibt Fisch mit Tomatenreis und fromage blanc mit Fr\u00fcchten als Dessert. Danach wieder aufs Bett. Es gibt so Tage, da ist der ganze \u00dcberbau herzlich egal, da geht es nur ums k\u00f6rperliche Wohlbefinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich liebe das Internet. So etwas fantastisches. Unglaublich. 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