{"id":743,"date":"2016-06-27T07:33:06","date_gmt":"2016-06-27T05:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=743"},"modified":"2016-06-27T07:33:06","modified_gmt":"2016-06-27T05:33:06","slug":"68-etappe-condom-eauze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=743","title":{"rendered":"68. Etappe: Condom &#8211; Eauze"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern noch beschlossen habe, jetzt mal richtig locker zu werden, bin ich erst um 8:00h zum Fr\u00fchst\u00fcck und habe das sehr genossen. Choko, Croissant, frisches Baguette, Marmeladen, gekochter Schinken und ein schnittfester Ziegenk\u00e4se, der bei uns wohl unter Ziegengouda laufen w\u00fcrde, hier aber anders hei\u00dft. Dazu servierte die Dame des Hauses einen Sirup, den ich in gelber Verpackung als Grafschafter Goldsaft kenne. Sie sagte, da\u00df man ein wenig von dem Sirup \u00fcber den K\u00e4se tr\u00e4ufelt. Hab ich dann getan und war hin und weg. H\u00f6lle, ist das lecker. Zum Abschlu\u00df noch zwei Aprikosen kleingeschnitten und Jogurt dr\u00fcber. Das kennen die Franzosen weniger, sondern haben, nat\u00fcrlich in Plastikportionspackungen, Fruchtp\u00fcrrees, mit der wahrscheinlich die Industrie die R\u00fcckst\u00e4nde bei der Saftherstellung vermarktet. Der Kapitalismus ist schoa a Hund, wie der Oberbayer sagen w\u00fcrde&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDergestalt gest\u00e4rkt bin ich gegen Neune los, was eher sp\u00e4t ist, und wollte mal sehen, bis wohin der Tag mich bringt. Und es geht flott voran. Das ist hier n\u00e4mlich nicht mehr sanft h\u00fcgelig, sondern flach und der Weg f\u00fchrt \u00fcber weite Strecken \u00fcber die alte Bahnlinie Toulouse &#8211; Bourdeaux. So bin ich schon mittags in Montreal (Gers) und habe Zeit dem Sommerauftritt der Musikschulklassen vom Cafe aus zuzuh\u00f6ren. Nett. Bis auf einmal T\u00f6ne erschallen, die mich an meine Lieblingsband erinnern. Mu\u00df ich mir angucken und tats\u00e4chlich stehen da jede Menge Bl\u00e4ser und geben, getrieben von Schlagzeug und Gitarre, ihr Bestes. Sch\u00f6n, da zuzuh\u00f6ren und mitzuwippen. Es ist nicht ann\u00e4hernd so flott wie bei Obrint Pas, aber diese Klarinetten-Fl\u00f6ten-Tr\u00f6ten haben etwas Treibendes, dem ich mich nicht entziehen kann.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nZur\u00fcck im Cafe merke ich auch, da\u00df ich Lust bekommen habe weiterzugehen und so geht es z\u00fcgig in vier Stunden bis Eauze. Beim letzten Zwischenstopp an einer Pilgerraste, einer sehr liebevoll quasi im Garten der Gite untergebrachten Bar-Cafe-Sandwicherie, komme ich mit dem Kerl hinter der Theke -weniger Wirt, eher so der Typ Zivi kurz nach dem Abi, deshalb des Englischen m\u00e4chtig- ins Gespr\u00e4ch und zwar \u00fcbers Wetter. Meine App sagt, da\u00df es heute nacht nicht regnet und er versichert glaubhaft, da\u00df von der Landwirtschaftlichen \u00fcber Meteofrance bis hin zu seiner Gro\u00dfmutter alle sagen, da\u00df es heute nacht wieder regnen und gewittern wird. Also nix mit Zelten, aber er hat einen Kumpel mit ner Kneipe, die auch Zimmer hat. Ok, dann halt das. Er ruft da an und sagt, da\u00df alles klar geht. Das entspannt mich noch weiter und laufe weiter wie auf Gleisen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBei meiner Ankunft merke ich, da\u00df ich direkt am Kirchplatz im Cafe de France unter bin und melde mich da. Der Wirt gratuliert mir zu dem Hauptgewinn, weil er eigentlich gar kein Zimmer mehr frei gehabt h\u00e4tte, aber wegen seinem Kumpel und so. Er geht vor mir die Treppe hoch und die G\u00e4stezimmer zweigen links und rechts ab. Wir gehen links und bleiben vor der T\u00fcr stehen auf die ein Metallschild genagelt ist, auf dem Prive steht und handschriftlich eine 21 drunter geschrieben ist. Ok. Er schlie\u00dft auf. Wir kommen in eine K\u00fcche, zu der er meint, da\u00df die mich nicht zu k\u00fcmmern braucht. Dann ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Bad. Das hat aber nichts mit einem Hotelzimmer zu tun, sondern erinnert mich fatal an die Schlafgelegenheiten f\u00fcr die Servicekr\u00e4fte meiner alten Stammkneipe, die zu \u00e4hhh&#8230; lange gearbeitet hatten, andere Aushilfen und Leute auf der Walz. Da\u00df da allgelegentlich, die einen zu den anderen fanden, ist auch klar. Und ich jetzt vor dieser Szenerie, aber die Betten sind frisch bezogen und Handt\u00fccher, frische, liegen auch da. Ok. Ich bleibe da drin. Alles andere ist Geschichte.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nFrisch geduscht und irgendwie auch mit einem Schmunzeln auf den Lippen, wo es einen \u00fcberall unterkommen l\u00e4sst, gehe ich mal ein wenig durchs Dorf und esse dann in meiner Homebase. Es l\u00e4uft \u00fcberraschenderweise Fu\u00dfball, nicht Rugby, obwohl ich beim Einlauf in die Stadt tats\u00e4chlich mal ein echtes Rugbystadion gesehen habe. Es scheint aber auch eine starke portugiesische Community in town zu geben, weil die nun die Pl\u00e4tze vorm Gro\u00dfbildschirm entert. Ja dann, dann bleib ich doch hier mal sitzen und gucke, was geht&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern noch beschlossen habe, jetzt mal richtig locker zu werden, bin ich erst um 8:00h zum Fr\u00fchst\u00fcck und habe das sehr genossen. 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