{"id":677,"date":"2016-06-07T17:39:08","date_gmt":"2016-06-07T15:39:08","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=677"},"modified":"2016-06-07T17:39:08","modified_gmt":"2016-06-07T15:39:08","slug":"50-etappe-vorey-sur-arzon-le-puy-en-velay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=677","title":{"rendered":"50. Etappe: Vorey-sur-Arzon &#8211; Le Puy en Velay"},"content":{"rendered":"<p>Heute geht es nach Le Puy, diesem wichtigen Ort auf dem Weg nach Santiago. Er ist seit vielen 100 Jahren Sammelpunkt f\u00fcr die Pilger aus dem Osten, bevor sie sich nach St. Jean Pied de Port aufmachten, um von dort aus die Pyrenaen zu bezwingen. Also ein durchaus geeigneter Ort f\u00fcr einen Boxenstopp, den ich dort morgen auch einlegen werde. W\u00e4sche waschen, Post erledigen und die Stadt anschauen. Das alles ohne 12 Kilo auf dem Buckel. Super. Aber vor das Vergn\u00fcgen hat irgendwer eine fast achtst\u00fcndige Wanderung gelegt. Der Depp. Oder auch nicht.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEs geht wieder weg von der Loire und ich gewinne rasch an H\u00f6he, was angesichts der erfreulichen Wetterlage auch sch\u00f6ne Fernsichten bringt. Also nix Depp. Alles gut. Es geht auf steinigen Wegen, die durchaus Allg\u00e4uqualit\u00e4ten haben an einzelnen H\u00f6fen und kleinen Weilern vorbei nach oben. Und dann gehts selbstredend auf denselben steinigen Wegen wieder nach unten. Das ist die Crux an historischen Wegen. Vor Erfindung der Serpentine gings den Berg strack hoch und wieder runter. Aber irgendwann bin ich auch wieder unten und habe kurzfristig eine Vision. Nach der Bahnunterf\u00fchrung direkt rechts ist ein Flohmarkt ausgerufen und schon reichlich belebt. Es gibt ein paar Bretterbuden an denen die Leute Schlange stehen. Was soll ich denn anderes denken, als das es da ne Bratwurst gibt. Das geh\u00f6rt doch so. Ich also hin und an der Schlange vorbei, die Auslage und das Preisschild angeguckt. Croissants, Pain de Choko und anderer S\u00fc\u00dfkram. Wein und Kaffee, aber keine Bratwurst. Und ich hatte mich schon so gefreut. Mal wieder ne Gekniffene oder Bamberger (immer zwei) oder gar Coburger (auch immer zwei), meinetwegen auch Drei im Weckla, aber ne Bratwurst ist schonwas arg Feines. Die Franzosen haben wahrscheinlich alle Zucker. Schmollend zog ich von dannen und nachdem ich unten war, gings auch wieder hoch. Selbes Spiel. Auf steinigen Weg bergauf und dann&#8230; erstmal mas y menos geradeaus.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd dann kommst du an eine Kante und siehst auf diese Stadt im Tal, in deren Mitte zwei Felsen stehen, auf dem einen eine Kirche, auf dem anderen eine Marienstatue. Ein \u00fcberw\u00e4ltigender Anblick, der sich nat\u00fcrlich dadurch potentiert, da ich mich ihm langsam und zu Fu\u00df n\u00e4here. Das war vor 25 Jahren mal anders, da h\u00e4tte es mich beinahe von der XT gehauen. Aber ich bin dann halt weitergefahren. Der Weg f\u00fchrt lange, sehr lange an der Abbruchkante entlang, aber irgendwann ist auch gut. Und kurz nach dem es eigentlich gut ist, hat die Wegef\u00fchrung ein Einsehen und f\u00fchrt hinab in die Stadt. Dann geht es zur Kathedrale, vor der ich dann stehe und denke, da\u00df ich mir die wohl morgen mal genauer anschaue und es heute mit einem Foto von der Fassade belasse. Ich will n\u00e4mlich einchecken und die Infrastruktur meines Home for two days kennenlernen, weil: Wer waschen will, mu\u00df Trocknen k\u00f6nnen! Und das ist in diesem Land voller Klimaanlagen und Miniaturheizungen keine banale Angelegenheit. Ich checke ein und finde, da\u00df die Situation ausreicht, wenn ich eine W\u00e4scheleine zwischen den Spots \u00fcberm Spiegel und der Handtuchstange spannen kann. Kann ich. Darauf folgt eine intensive Handw\u00e4sche der Klamotten, damit die den l\u00e4ngstm\u00f6glichen Trockenzeitraum haben. Nachdem ich dann auch geduscht habe, lege ich eine sp\u00e4te Siesta hin und entscheide heute das Haus nicht mehr zu verlassen und mich ganz in die H\u00e4nde des hauseigenen Restaurants zu begeben. Was soll schon schiefgehen? Gibt halt irgendwas mit Linsen, die als Le Puy-Linsen ja der Stadt ihren Namen gaben oder umgekehrt, und Linsen mag ich ja&#8230;.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nNochmal gutgegangen. Eine Karte gibts n\u00e4mlich sonntags abend nicht und nur ein Men\u00fc, ohne Linsen. Basta. Ich denke mir, da\u00df man sich das ja auch erstmal leisten k\u00f6nnen mu\u00df und vertraue der Madame Chefin. Fischterrine vorneweg mit einem Salat, der mit Dill angemacht war. Dill ist eigentlich nicht so mein Ding, aber mit dem Fisch und dem Salat gabs dadurch einen dezenten Kick. Danach selbstgemachte Nudeln mit einer Art Gulasch und (Ich sag ja, die haben alle Zucker.) als Dessert eine Pfirsich-Tarte mit Schoko\u00fcberzug auf oder an Vanille-Spiegel. Die war sehr lecker hat aber die Kalorienzahl des Essens glatt verdoppelt. Seis drum. Nun guck ich mir noch den Tatort, dank stabilem und schnellem WLan, an und dann ist es auch gut f\u00fcr heute.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute geht es nach Le Puy, diesem wichtigen Ort auf dem Weg nach Santiago. 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