{"id":653,"date":"2016-06-01T22:01:13","date_gmt":"2016-06-01T20:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=653"},"modified":"2016-06-03T15:08:16","modified_gmt":"2016-06-03T13:08:16","slug":"44-etappe-pommiers-en-forez-montverdun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=653","title":{"rendered":"44. Etappe: Pommiers-en-Forez &#8211; Montverdun"},"content":{"rendered":"<p>Ein Wohnwagen ohne Heizung ist auch keine L\u00f6sung. Die Klamotten, die ich gestern zum Trocknen aufgehangen habe, haben sich mit der hohen Luftfeuchtigkeit zusammengetan und sind feucht geblieben. Alles andere wollte dem nicht nachstehen und war klamm. Das ist der zentrale Nachteil beim Campen, wenn es regnet. Aber in lauen Sommern\u00e4chten gibt es nichts besseres. Leider lassen diese Sommern\u00e4chte noch auf sich warten. Aber beim losgehen regnet es nicht und es verspricht eine recht entspannte Tour zu werden. Flach und viel Geradeaus, was ganz in meinem Sinne ist, weil ich mich mal sortieren mu\u00df.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Ich bin jetzt seit fast zwei Monaten unterwegs und hab schon viel erlebt. Das Wetter war nicht so der Br\u00fcller, aber das Gef\u00fchl unterwegs zu sein, ist schon gro\u00df. Die Laune ist in den letzten Tagen trotzdem schlechter geworden, weil der Aufwand Unterkunft und Nahrung zu organisieren, unerwartet hoch ist. Bei der Planung hat mich, denke ich mittlerweile, die irrige Annahme geleitet, da\u00df in Frankreich die d\u00f6rfliche Welt noch in Ordnung ist und es schon noch \u00fcberall einen B\u00e4cker geben mu\u00df, allein schon wegen dem Baguette. Aber leider stellt sich das anders dar, weil eben auch Frankreich unter der Entleerung l\u00e4ndlicher Siedlungsr\u00e4ume leidet. Hinzu kommt, da\u00df die Routenf\u00fchrung des Jakobsweges naturgem\u00e4\u00df ja eher mittelalterlich, denn industriell-neuzeitlich angelegt ist und somit die neuzeitlichen Zentren umgangen werden. Beispielsweise bin ich die letzten Tage in einem Halbkreis um Roanne gewandert, weil die Stadt nunmal in einer Ebene liegt und solche Ebenen, durchzogen von Fl\u00fc\u00dfen, immer auch sumpfige Angelegenheiten waren, denen der Jakobspilger tunlichst aus dem Weg gehen wollte. Und dann sind eben auch Kl\u00f6ster und Einsiedeleien beliebte Anlaufpunkte f\u00fcr die Pilger gewesen. Naja und die liegen ja nun auch selten am Marktplatzrand. Das alles ist mir nun klar und ich versuche damit umzugehen. Om. Auf der anderen Seite habe ich nat\u00fcrlich noch nie in 32 Jahren durch-Frankreich-fahren und Urlaub-machen die einzelnen Landschaften so intensiv erlebt, was damit zu tun hat, da\u00df ich eben nicht auf Autobahnen wandere. Und das macht schon eine Menge aus, vor allem, wenn was zu sehen ist. Hinter einem Regenvorhang ist das allerdings schlecht zu machen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd zack. Bin ich am Tagesziel. Montverdun. Ein Dorf mit einer uralten Kirche und einem ehemaligen Kloster, das nun als Pilgerherberge dient. Ich komme als einziger Einzelwanderer im gr\u00f6\u00dften Schlafsaal mit 19 Betten unter und hab den ganzen Saal f\u00fcr mich. Das nutze ich nicht aus und springe nicht von Bett u Bett, sondern schreibe, schlafe und lese. Da ich Halbpension gebucht habe, brauche ich nichts zu organisieren und zum Essen gibt es einen Bio-Pinot Gris aus der Gegend, der richtig Spa\u00df macht. Die Appelation hei\u00dft Urfe, ist relativ klein und liegt westlich von Lyon, also wie gesagt in der Gegend. Das macht dann schon Spa\u00df \u00fcber die D\u00f6rfer zu tingeln und auf Lebensmittel zu sto\u00dfen, die einem in den touristischen Hotspots so nicht vor die F\u00fc\u00dfe fallen. Apropos F\u00fc\u00dfe. Es gab heute als Vorspeise sauer eingelegte und kleingeschnittene pieds de porc. \u263a<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Wohnwagen ohne Heizung ist auch keine L\u00f6sung. Die Klamotten, die ich gestern zum Trocknen aufgehangen habe, haben sich mit der hohen Luftfeuchtigkeit zusammengetan und sind feucht geblieben. Alles andere wollte dem nicht nachstehen und war klamm. 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