{"id":635,"date":"2016-05-26T16:46:13","date_gmt":"2016-05-26T14:46:13","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=635"},"modified":"2016-06-03T15:08:02","modified_gmt":"2016-06-03T13:08:02","slug":"38-etappe-ouroux-echarmeux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=635","title":{"rendered":"38. Etappe: Ouroux &#8211; Echarmeux"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem gro\u00dfen Kaffee in der \u00f6rtlichen Bar und einem Croissant war ich bereit f\u00fcr den n\u00e4chsten Weg, der mich nach Echarmeux in eine Unterkunft f\u00fchren sollte, die ich noch nicht kannte. Ich hatte es n\u00e4mlich unterlassen im Voraus etwas zu buchen, weil weder der Reisef\u00fchrer noch das Internet irgendwas Greifbares hergegeben hatte. Und weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, da\u00df es da kein Bett f\u00fcr mich gibt, bin ich halt drauflos gewandert. Die Gegend begeistert mich immer noch und heute gab es erst recht Blicke ins Land, weil es auf die H\u00f6hen des Haute Beaujolais ging. Zwischendurch gab es reichlich Gelegenheit ins Land zu schauen (n Insider) und diese Weite, dieses satte Gr\u00fcn hat es echt in sich. Und dann war ich am Col de Brie, wo es eine Maison de Col de Brie gab, die wohl beim deutschen Tourismusmanager in die Schule gegangen war. Infozentrum, Regionalladen und Cafe; alles in Holzoptik und sch\u00f6n integriert. Ich also rein da, den zweiten Kaffee das Tages und ein Sandwich mit einem Ziegenk\u00e4se, dessen Cremigkeit und Frische, sowie diesem ganz dezenten Pelz auf der Zunge, diese Zwischenmahlzeit zu einem echten Erlebnis machte. Das sich aus meiner Schw\u00e4rmerei f\u00fcr den Fromage ergebende Gespr\u00e4ch mit der Frau vons Ganze, die Englisch sprach, ergab eine echte Perspektive, weil sich die Region, wie ein auf den Kopf gestelltes Dreieck darstellt an dessen Spitze mit Lyon ein europ\u00e4isches Genu\u00dfzentrum und eine spannende Stadt ist. Dar\u00fcber auf der rechten Seite das Maconais als s\u00fcdlichster Teil des Burgund und auf der Linken das Beaujolais als eigenst\u00e4ndige Region mit den Weinanbaugebieten und eben diesen bis zu 1000 Meter hohen Bergen. Ich sag mal so: Wer kein Meer braucht, kann da tolle 14 Tage zwischen Urbanit\u00e4t, roten und wei\u00dfen Leckerlis, sowie Flu\u00df und Berg verbringen. Nur mal so. Die war sehr \u00fcberzeugend die Frau von der Maison&#8230;<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Auf meinem weiteren Weg hab ich dann den bayrischen Schwaben \u00fcberholt. Komisch, da\u00df ich mich dann doch wie Bolle gefreut habe, den wiederzutreffen. So ganz ohne Sozialkontakte geht es dann doch nicht. Da der Kollege aber ein g\u00e4nzlich anderes Tempo hat wie ich, haben wir uns nach ner viertel Stunde auch wieder voneinander verabschiedet. Bei dem BaW\u00fc-P\u00e4rchen, das ich dann noch traf, hat es nur f\u00fcr f\u00fcnf Minuten gelangt. Das ist nunmal so und das zu merken, hat ja auch was f\u00fcr sich.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIch war aber dann so gegen vier am Ziel der heutigen Veranstaltung und die Situation war auf den ersten Blick tats\u00e4chlich so wie Reisef\u00fchrer und Internet es darstellten. Keine Unterkunft in Echarmeux, also bin ich bergab gezogen Richtjng Camping Municipal, was angesichts der Wolkenlage keine so f\u00fcrchterlich gute Alternative gewesen w\u00e4re. Auf halber Strecke l\u00e4chelt mich aber ein gr\u00fcn-gelbes Schild an, womit die Gites de France, zertifizierte Fremdenzimmer (oder hei\u00dft das G\u00e4stezimmer?), auf sich aufmerksam machen. Da ich in den vergangenen Wochen ein wenig die Scheu vor der Kontaktaufnahme in einer fremden Sprache verloren habe, klingel ich da mal und sag mein Spr\u00fcchlein, das in einem kleinen roten Heft zum Nachlesen aufgeschrieben ist und mit dem ich eine \u00dcbernachtung par un nuit anfrage, auf. Und Voila, auch die Nachfrage nach einem leistungsstarken WiFi wird positiv beschieden. Und das ist heut die Hauptsache. Wir schreiben n\u00e4mlich den 24.05 und die W\u00fcrzburger Kickers stehen im R\u00fcckspiel der Relegation gegen den Meidericher SV und kurz davor in die zweite Liga aufzusteigen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDeshalb f\u00e4llt es mir auch leicht, das Angebot des Abendessens, gekocht von der Dame des Hauses, abzulehnen. Ich hab daf\u00fcr keine Zeit und hock in meinem Zimmer. Die ARD-App hab ich schon vorgestern runtergeladen, das Wlan-Signal hat ausreichend St\u00e4rke und dann erscheint auf dem Bildschirm meines Tablet um 18:50h der Hinweis, da\u00df diese Sendung aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht \u00fcbertragen werden darf. Ich dreh durch. Was soll das? Woran liegt das? Manchmal hilft Nachdenken. \u00dcber das Einloggen in das franz\u00f6sische Wlan der Wirtsleute, kommt die ARD wohl in Schwierigkeiten, wenn sie \u00fcbertr\u00e4gt. Also Wlan aus und mit einem Signal in der St\u00e4rke H die App gestartet. Kein Spa\u00df. Ruckelnde Bilder. Stehende Bilder, was mir den Anblick des Eigentors erspart. Ich drehe weiter durch und telefoniere mit zu Hause, um auf dem Laufenden zu sein. Und dann stabilisiert sich der Datenflow langsam und ich kann das Spiel sehen. Nach dem 1:1 ist die Sache so gut wie gelaufen. Die Jungs auf dem Platz spielen zu sehen und die Crowd singen zu h\u00f6ren, zeigt dr\u00fcckende \u00dcberlegenheit und Leidenschaft. Wir sind drin. W\u00fcrzburg in der zweiten Liga. Union, die 60ger, D\u00fcsseldorf, St. Pauli, Bielefeld. Wer kommt da alles zu Besuch? Wenn kann ich in dem Zuge auch mal wieder besuchen. Das sind so die einen Gedanken, die anderen sind nat\u00fcrlich bei dem bl\u00f6den Gef\u00fchl nicht dabei zu sein. Die Kickers haben mich nun vor fast zehn Jahren gefunden. Ich bin mit denen aus der Bayernliga abgestiegen, \u00fcber die D\u00f6rfer gezogen, wieder aufgestiegen, die Regionalligareform mitgenommen, die Relegation gegen Saarbr\u00fccken erlebt und nun das. Wahnsinn und ich in einem franz\u00f6sischen Kaff.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer dritte Gedanke ist fast def\u00e4tistisch. Will ich das \u00fcberhaupt? Bereits die dritte Liga hat den Verein und das Drumherum ver\u00e4ndert. Was soll in der zweiten Liga werden? Ich erinnere mich daran, da\u00df noch vor ein paar Jahren im B-Block das Bier vom Klapptischchen aus verkauft wurde. Manchmal sogar in Flaschen. Es standen roundabout 50-60 Leute im Block, hatten ihren Spa\u00df und redeten dummes Zeug. Das ist nun vorbei und so sehr ich den Aufstieg auch genie\u00dfe, bin ich mir noch nicht sicher, wo das f\u00fcr mich endet. Vielleicht guck ich mir ja die Zweite an, aber die steigen auch gerade auf. Und die glorreiche Dritte wurde gerade aufgel\u00f6st. Schwierig alles&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem gro\u00dfen Kaffee in der \u00f6rtlichen Bar und einem Croissant war ich bereit f\u00fcr den n\u00e4chsten Weg, der mich nach Echarmeux in eine Unterkunft f\u00fchren sollte, die ich noch nicht kannte. 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