{"id":595,"date":"2016-05-09T11:07:21","date_gmt":"2016-05-09T09:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=595"},"modified":"2016-05-09T11:09:20","modified_gmt":"2016-05-09T09:09:20","slug":"27-etappe-villersexel-filsain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-richtige-im-falschen.de\/?p=595","title":{"rendered":"27. Etappe: Villersexel &#8211; Filsain"},"content":{"rendered":"<p>Tja, der Abend war tats\u00e4chlich lang, weil ich &#8211; schon ein wenig assimiliert &#8211; erst um 20: 30h zum Essen gegangen bin. Das kann man mal machen, aber mit einer Quiche als Vorspeise und in Honig marinierten Tranchen vom Eisbein mit Bratkartoffeln, schl\u00e4ft es sich dann halt schlecht. Ich bin also reichlich ger\u00e4dert auf die Strecke gegangen, was ich aber schon nach wenigen Metern nicht mehr sp\u00fcrte.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEndlich war es warm, die Sonne schien und die Landschaft zeigte sich von ihrer besten Seite. Dieses Franche -Comte bzw. der Bereich wo ich unterwegs bin, Haute-Saone, zeigt sich als sanft h\u00fcgeliges, sattgr\u00fcnes Weideland, gepr\u00e4gt von eher klein- und mittelst\u00e4ndischen landwirtschaftlichen Betrieben. Die zahlreichen grasenden K\u00fche hab ich mal als Beleg f\u00fcr eher extensive Viehhaltung gewertet und \u00fcber jedes zu sehende Horn habe ich mich auch gefreut. Gelegentliche W\u00e4lder und D\u00f6rfer mit morbidem Charme und vielen a vendre &#8211; Schildern vervollst\u00e4ndigen das Bild. Das kann einen schon aus nacktem Eigennutz betroffen machen, wenn du einfach merkst, da\u00df sich das mit der typisch franz\u00f6sischen Bar Tabac auch erledigt hat. Der l\u00e4ndliche Raum wird zum sch\u00fctzenswerten Kulturraum und wie man das schafft ohne potemkische D\u00f6rfer zu produzieren, wo auch niemand leben will, ist eine dr\u00e4ngende, ich nehm das einfach schonmal vorweg, europ\u00e4ische Frage und da helfen Millionen f\u00fcr noch ein Stra\u00dfenbauprojekt gar nichts.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn der Gegend gibts auch einige Schl\u00f6sser, die sch\u00f6n anzuschauen sind. Wie sich die Region, wo ich zumindest sonst eher Richtung Mittelmeer durchbrettere, eh f\u00fcr den kulturbeflissenen Bildungsurlaub eignet. In einem Dorf gab es sogar einen Tante Emma Laden, manchmal wichtiger wIe eIn Schlo\u00df. Ich hab mich auch gefreut. Aber weil es da schon kein Brot mehr gab, bestand mein Dejeuner aus Banane, Kinder-Bueno und ner Dose Bier. Nicht sch\u00f6n, aber selten.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIm eigentlichen Zielort gab es keine Unterkunft, sondern nur 3,5km au\u00dferhalb, die es dann auch noch zu Laufen galt. Und es war wie immer. Die letzten Meter ziehen sich, der Stau kurz vor zuhause ist immer der Z\u00e4heste usw.<br \/>\nIrgendwann stand ich aber vor meiner Unterkunft, heute einer chambre d&#8216; hote, gef\u00fchrt von zwei Schweizern und hatte einen herrlichen \u00dcberblick \u00fcber die ganze Region. Die Unterkunft liegt auf einer Hochebene und man hat ein Superpanorama. Die Schweizer Herbergseltern hatten Besuch von weiteren vier Schweizern und das gemeinsame Abendessen lief sprachlich an mir vorbei, weil ich mich entweder auf das Zuh\u00f6ren konzentrieren mu\u00df oder auf das Genie\u00dfen. Die Entscheidung war schnell gefallen, weil sich das auch echt gelohnt hat. Ich selber falle gleich genauso schnell in die Kiste, weil das heute satte 31km waren und nebenher noch die Unterk\u00fcnfte f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage klarzuziehen waren, was mit den sprachlichen H\u00fcrden und der digitalen Diaspora schon auch Nerven kostet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, der Abend war tats\u00e4chlich lang, weil ich &#8211; schon ein wenig assimiliert &#8211; erst um 20: 30h zum Essen gegangen bin. 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